21. Oktober 2020

Wie man sein Immunsystem für den Winter stärkt

Bewegung, gutes Essen, Achtsamkeit - das sind die drei Bausteine, die für einen gesunden Geist in einem gesunden Körper sorgen. Vor allem in der dunklen Herbst- und Winterzeit ist es wichtig, das Immunsystem auf Vordermann zu bringen, um gegen Viren aller Art gewappnet zu sein. Gesundheitsexperten aus den bayerischen Heilbädern und Kurorten haben jede Menge Tipps, wie sich jeder Einzelne körperlich und seelisch fit halten kann. Weitere Informationen unter www.gesundes-bayern.de.

Der Winter naht mit Riesenschritten, und mit ihm eisige Temperaturen und dunkle Stunden. In der kalten Jahreszeit ist es umso wichtiger, mit einem guten Immunsystem den Angriffen von Viren und Bakterien zu trotzen, die allerlei Infekte verbreiten wollen. Die gute Nachricht ist: Jeder kann sich selbst helfen und seine Systeme hochfahren. Ohne große Überwindung, ohne riesigen Zeiteinsatz und sogar in den eigenen vier Wänden. Oder besser noch: an der frischen Luft. Denn das Immunsystem profitiert von drei wesentlichen Faktoren: viel Bewegung, gute Ernährung und Achtsamkeit. Die Experten aus den bayerischen Heilbädern und Kurorten bieten nicht nur vor Ort ihre Kurse und Coachings an, sondern zeigen auch virtuell, worauf es ankommt.

Bewegung gegen den Stress

Jana Schäfer-Schalk ist Diplomsportlehrerin - und immer in Bewegung. Hauptsächlich in Bad Füssing, denn dort leitet sie die gymnastischen Kurse. Wer körperlich fit ist, sagt sie, kann auch besser denken und sich konzentrieren. Denn der alltägliche Stress sei nicht nur für den Geist, sondern auch für den Körper eine Herausforderung. „Rückenschmerzen etwa bedeuten häufig, dass man mehr trägt, als man aushalten kann“, sagt die GESUNDES-BAYERN-Expertin. Bewegung stärkt die wichtigsten Systeme im Körper: Herz-Kreislauf und Immun. Zudem erhöhen sich die Dopamin- und Serotoninspiegel, Stress wird abgebaut. Es gibt also kaum besseres, als sich täglich zum Sport zu animieren. Eine Viertelstunde reicht schon, sagt Schäfer-Schalk. Ein Plan sei gut, überfordern sollte der aber nicht - damit kein neuer Stress entsteht. Und nach Möglichkeit sollen die Übungen oder Unternehmungen, eine Radtour etwa oder ein zügiger Spaziergang, Spaß machen. Kräftigen, Dehnen, Entspannen: Das alles tut dem Rücken gut, doch die Bein-, Arm- und Bauchmuskulatur sollte ebenfalls regelmäßig gestärkt werden.

Gesund genießen, am besten ohne Fleisch

Ein wichtiger weiterer Baustein für einen gesunden Körper ist die Ernährung. Auch hier geht es nicht darum, neuen Stress durch einen allzu rigiden Plan zu erzeugen - sondern konsequent herauszufinden, was dem eigenen Körper guttut. Dr. med. Rainer Matejka ist Chefarzt der Malteser-Klinik Dr. von Weckbecker im Kurort Bad Brückenau, die auf Heilfasten und Naturheilverfahren spezialisiert ist. Und er sieht große Vorteile in veganer Ernährung, die stark im Trend liegt - vor allem aus ethischen und Umweltschutz-Gründen. Doch: „Viele moderne Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Probleme, Diabetes oder zahlreiche orthopädische Probleme beruhen auf der Kombination aus Bewegungsmangel und Fehlernährung“, sagt er. Das treffe vor allem auf „Mischköstler“ zu, Menschen also, die sich von tierischen und pflanzlichen Produkten ernähren.

Wenn sie auf tierische Produkte verzichten, sei das fast wie eine Fastenkur, bei der sich der Körper von allerlei überflüssigen Lasten befreie. „Tatsächlich haben Studien ergeben, dass sich durch vegane Ernährung praktisch die ganze Palette moderner Krankheiten bessert, von Erschöpfungssyndromen über Arthrose und Rheuma bis hin zu Herz-Risikofaktoren.“ Doch Mischköstler müssen nicht zu eisernen Veganern werden, um von den Vorteilen der fleischlosen Ernährung zu profitieren. „Auch wer sich nur kurzfristig vegan ernährt, profitiert gesundheitlich“, so der Mediziner. Ein Tag in der Woche oder einen Monat im Jahr - die Auswirkungen seien für den Körper positiv. Allerdings gibt Matejka zu bedenken, dass nicht jeder Mensch für die vegane Ernährung geeignet ist - daher sollte man sich vor einer Ernährungsumstellung mit dem Arzt seines Vertrauens besprechen und ein Blutbild machen lassen.

Eine gesunde Psyche durch Achtsamkeit

Resilienz heißt eines der viel verwendeten Worte, Widerstandsfähigkeit gegen Stress und Probleme. Achtsamkeit ein anderes. Doch wie genau sorgt man für mentale Stärke, wenn die Zeit dafür zu knapp scheint? Es gibt die verschiedensten Methoden, sich um sich selbst zu kümmern. Das Waldbaden gehört zu den Methoden, die wissenschaftlich nachgewiesen Gutes tun. Elke Seidel ist individueller Gesundheits-Management-Coach und Waldgesundheitstrainerin in Bad Alexandersbad im Naturpark Fichtelgebirge. Sie kann dem bewussten Wandern und Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes nur Positives abgewinnen. „Wir interagieren mit der Natur, fühlen uns eins mit ihr, genießen die Stille und das gedämpfte Licht im Wald.“ Zudem profitiert der Mensch offenbar auch von den Botenstoffen, über die Bäume und Pflanzen miteinander kommunizieren. „Der Körper bildet mehr natürliche Killerzellen.“ Darum rät die GESUNDES-BAYERN-Expertin, Aktivitäten in den Wald zu verlagern: Radeln, Joggen, Spazieren, ein Buch lesen. Ebenfalls extrem entspannend: eine Gehmeditation. „Dabei 10 Minuten ganz bewusst sehr langsam gehen, auf die eigenen Schritte und den Atem achten“.

Allzu aufwändig ist es also nicht, das Immunsystem, Körper und Geist zu pflegen und gesund zu erhalten. Manchmal hilft es schon, sich bewusst für das eine oder gegen das andere zu entscheiden. Zahlreiche Tipps und Anleitungen der  GESUNDES-BAYERN-Experten sind im Internet zu finden. Und natürlich können Gäste in den bayerischen Heilbädern und Kurorten die Ärzte, Coaches und Fachleute auch vor Ort erleben und sich noch weitere Tipps und Ratschläge holen.

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